Mit dem Projekt KIRA (Künstliche Intelligenz für risikoorientierte Arbeitgeberprüfungen) führt die Deutsche Rentenversicherung Bund eine neue Technologie zur Digitalisierung und Effizienzsteigerung von Betriebsprüfungen ein. Der Einsatz ist ab dem Jahr 2026 vorgesehen.
KIRA soll den Prüfdienst künftig gezielt unterstützen und für eine noch effektivere, risikoorientierte Kontrolle sorgen.
Ziele und Funktionsweise von KIRA
Einsatz von KI zur Datenanalyse
KIRA nutzt künstliche Intelligenz, um große Mengen digitaler Unternehmensdaten automatisiert zu analysieren. Dabei erkennt das System auffällige Muster – etwa ungewöhnlich hohe oder niedrige Sozialversicherungsbeiträge oder abweichende Abrechnungsstrukturen.
Diese Auffälligkeiten dienen den Prüferinnen und Prüfern als Grundlage, um risikobehaftete Fälle gezielter zu identifizieren.
Effizientere und gezieltere Prüfprozesse
Durch den Einsatz von KIRA können die Betriebsprüfungen künftig datenbasiert und risikoorientiert vorbereitet werden.
So lässt sich der Prüfaufwand effizienter gestalten – die Prüferinnen und Prüfer können ihre Kapazitäten auf relevante Fälle konzentrieren, während unauffällige Prüfbereiche automatisiert vorbewertet werden.
Auswirkungen auf Arbeitgeber
Wachsende Bedeutung digitaler Datenqualität
Für Arbeitgeber bedeutet die Einführung von KIRA, dass eine saubere, vollständige und konsistente digitale Datenführung noch wichtiger wird.
Fehler oder Unstimmigkeiten in den Lohn- und Unternehmensdaten können künftig automatisch auffallen und zu einer tiefergehenden Prüfung führen.
Keine Veränderung des Prüfverfahrens – Unterstützung statt Ersatz
KIRA ersetzt keine menschlichen Entscheidungen. Der Prüfdienst der Rentenversicherung bleibt weiterhin verantwortlich für Bewertung und Entscheidung.
Die KI dient als Unterstützungssystem, das die Priorisierung und Qualitätssicherung verbessert – mit dem Ziel, den gesetzlichen Prüfauftrag schneller, fairer und effizienter zu erfüllen.

