MTG Newsletter 9/2022

Liebe Mandanten und Freunde der MTG Wirtschaftskanzlei,

die tagtäglichen Diskussionen in allen Medien zu den russischen Gaslieferungen bringen jedes Mal neue beunruhigende Nachrichten und der Gesetzgeber will alle Steuerzahler mit der Energiepreispauschale von EUR 300 bei Laune halten. Zudem schiebt er ganz einfach alle mit der Auszahlung anfallenden Verwaltungskosten auf die Arbeitgeber, wie auch deren Dienstleister ab.

Interessante Ausführungen finden Sie in diesem Monat zu folgenden Themen:

  • Wann und für wen gibt es die EUR 300 Energiepreispauschale
  • Schwarzer Anzug und Krawatte bleiben Privatvergnügen
  • Antworten auf Zweifelsfragen zum IAB
  • Zuschüsse des Arbeitgebers für Tickets des ÖPNV
  • neue Arbeitshilfe für Kaufpreisaufteilung bebauter Grundstücke

und vieles mehr finden Sie in unserem aktuellen Newsletter.  

    MTG Newsletter 8/2022

    Liebe Mandanten und Freunde der MTG Wirtschaftskanzlei,

    der Bundesrat hat dem Vierten Corona-Steuerhilfegesetz am 10. Juni 2022 zugestimmt. Damit können zahlreiche steuerliche Neuerungen und Verlängerungen von bereits befristet eingeführten Maßnahmen (z. B. degressive Abschreibungen und Homeoffice-Pauschale) in Kraft treten.

    Interessante Ausführungen finden Sie in diesem Monat zu folgenden Themen:

    • Fristverlängerungen für Abgabe der Einkommensteuererklärungen
    • Entlastungspakete zur Abmilderung der rasant gestiegenen Energiepreise
    • Energiepreispauschale auf der Zielgeraden
    • Einnahmenüberschussrechnung und 10-Tages-Regel
    • Einheitswertminderung wegen Abgasen?

    und vieles mehr finden Sie in unserem aktuellen Newsletter.  

      Sondernewsletter Energiewirtschaft E2/2022

       MTG Sondernewsletter zur Absenkung der EEG-Umlage auf null zum 1. Juli 2022

      Liebe Mandanten und Freunde der MTG Wirtschaftskanzlei,

      gerne möchten wir Sie heute näher über die Absenkung der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 auf null durch das Gesetz zur Absenkung der Kostenbelastung durch die EEG-Umlage („EEG-Umlage-Entlastungsgesetz“) informieren.

      Mit dem Ziel einer spürbaren finanziellen Entlastung von Stromverbrauchern hat der Deutsche Bundestag mit Beschluss des EEG-Umlage-Entlastungsgesetzes am 28. April 2022 die EEG-Umlage abgeschafft.

      Zukünftig ist vorgesehen die Regelungen zur EEG-Umlage vollständig in das Energie-Umlagen-Gesetz (EnUG) zu überführen und die EEG-Umlage ab dem Jahr 2023 vollständig aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ zu finanzieren. Mit dem EEG-Umlage-Entlastungsgesetz soll nun aber die EEG-Umlage kurzfristig bereits ab dem 1. Juli 2022 nicht mehr erhoben werden.

      Diese kurzfristige unterjährige Veränderung stellt vor allem alle stromliefernden Unternehmen aber auch alle EEG-Umlageschuldner vor zahlreiche Umsetzungsfragen. Der BDEW hat eine Anwendungshilfe zum „EEG-Umlage-Entlastungsgesetz“ veröffentlicht (abrufbar unter Öffentliche BDEW Anwendungshilfe zum „EEG-Umlage-Entlastungsgesetz | BDEW). Nachfolgend haben wir die Kernaussagen der Anwendungshilfe für Sie zusammengefasst und ergänzt:

      1. Auswirkungen auf Stromlieferverhältnisse

      Um sicherzustellen, dass diese unterjährige Entlastung die Letztverbraucher auch erreicht, sieht das EEG-Umlage-Entlastungsgesetz einige Folgeänderungen im EnWG vor, die sich unmittelbar auf bestehende Vertragsbeziehungen zwischen Energieversorger und Stromverbraucher auswirken. So sind Lieferanten ab dem 1. Juli 2022 verpflichtet die Absenkung der EEG-Umlage vollumfänglich an ihre Kunden weiterzugeben. Diese Pflicht gilt nicht für Neukundenverträge ab dem 1. Juli 2022; hier geht man davon aus, dass die Absenkung der EEG-Umlage bereits bekannt war und bei der Preisvereinbarung Berücksichtigung gefunden hat. Zugleich besteht das Verbot einer zeitgleichen anderweitigen Preisänderung zum 1. Juli 2022. Dies soll eine transparente und direkt Entlastung von Letztverbrauchern sicherstellen.

      Die Regelungen des EEG-Umlage-Entlastungsgesetzes differenzieren zwischen verschiedenen Vertragsarten und den darin enthaltenen unterschiedlichen Preisanpassungsmöglichkeiten:

      Grundversorgungsverträge (§ 118 Abs. 37 EnWG)
      ▪ gesetzliche Pflicht zur Strompreisabsenkung um 3,723 Cent/kWh ab dem Stichtag 1. Juli 2022
      ▪ kein gesondertes Kundenanschreiben erforderlich
      ▪ keine öffentliche Bekanntgabe nach StromGVV erforderlich
      ▪ aber: Veröffentlichung auf der Internetseite des Grundversorgers notwendig

      Sonderkundenverträge mit Preisanpassungsklauseln (§ 118 Abs. 38 EnWG)
      ▪ gesetzliche Pflicht zur Strompreisabsenkung um 3,723 Cent/kWh ab dem Stichtag 1. Juli 2022
      ▪ kein fristgebundenes Preisanpassungsschreiben erforderlich

      Sonderkundenverträge ohne einseitiges Preisanpassungsrecht (§ 118 Abs. 39 EnWG)
      ▪ gesetzliche Pflicht zur Strompreisabsenkung um 3,723 Cent/kWh ab dem Stichtag 1. Juli 2022 nur für Verträge, die vor dem 23. Februar 2022 abgeschlossen wurden
      ▪ kein gesondertes Kundenanschreiben erforderlich

      Um eine möglichst einfache Abwicklung zu gewährleisten kann die Absenkung der EEG-Umlage als Durchlaufposten an die Letztverbraucher weitergegeben werden, ohne dass es eines gesonderten Kundenanschreibens bedarf. Diese Preisänderung löst auch kein Sonderkündigungsrecht seitens des Kunden aus. Eine textliche Ausweisung des ersparten Betrages im Rahmen der nächsten Stromabrechnung in Euro wird vom BDEW empfohlen. Dies ist ausweislich der Gesetzesbegründung zum EEG-Umlage-Entlastungsgesetz insbesondere in den Fällen relevant in denen bei gleichbleibenden monatlichen Abschlagszahlungen die Ersparnis aus dem Wegfall der EEG-Umlage ab dem 1. Juli 2022 aus der nächsten Rechnung ersichtlich werden muss.

      Um den personellen und wirtschaftlichen Aufwand in Grenzen zu halten, werden wohl die Mehrzahl der Stromversorger keine automatische Anpassung der unterjährigen monatlichen Abschläge vornehmen, sondern die Absenkung der EEG-Umlage ab dem 1. Juli 2022 erst im Rahmen der Jahresendabrechnung darstellen.

      Eine gesonderte Zwischenabrechnung zum 1. Juli 2022 ist nicht erforderlich, sondern eine zeitanteilige Abrechnung ist in diesem Fall möglich. Die zeitanteilige Abgrenzung der Verbrauchsmengen kann im Wege der Verbrauchsschätzung erfolgen, sofern keine Zählerstände zum Stichtag der Preissenkung vorliegen. So kann eine rechnerische Verbrauchsabgrenzung nach den maßgeblichen Erfahrungswerten unter Berücksichtigung der jahreszeitlichen Verbrauchsschwankungen erfolgen, sofern zum Stichtag kein konkreter Messwert vorliegt bzw. vom Kunden kein Zählerstand mitgeteilt wurde. In der Praxis bieten einige Stromlieferanten ihren Kunden die Möglichkeit freiwillig Zählerstände zum Stichtag abzulesen und die Werte zu übermitteln.

      2. Auswirkungen auf die EEG-Umlageerhebung

      Die bislang geltenden Regelungen zur Erhebung der EEG-Umlage (§§ 60 ff EEG 2021) werden durch die gesetzliche Abschaffung der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 nicht rückwirkend angetastet. Somit sind EEG-Umlageverpflichtete für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2022 vollumfänglich verpflichtet EEG-Umlage an den zuständigen Netzbetreiber bzw. Übertragungsnetzbetreiber abzuführen.
      Erst ab dem 1. Juli 2022 entfällt die EEG-Umlagepflicht ersatzlos. Vor diesem Hintergrund ist eine Abgrenzung der umlagepflichtigen und der nicht-mehr-umlagepflichtigen Strommengen zum Stichtag 1. Juli 2022 erforderlich. Werden RLM-Messungen oder intelligente Messsysteme verwendet, liegen die erforderlichen Messdaten stichtagsscharf vor. Bei der Erfassung von Messdaten durch konventionelle Messeinrichtungen gibt es die Möglichkeit den EEG-Umlageschuldner zu einer Selbstablesung aufzufordern oder eine rechnerische Abgrenzung nach dem EnWG vorzunehmen. Alternativ im Falle des Fehlens von Messdaten kann der Netzbetreiber bzw. Übertragungsnetzbetreiber auch eine Schätzung vornehmen. In diesem Fall empfiehlt der BDEW auf die in § 12 Abs. 2 StromGVV geregelte zeitanteilige Aufteilung im Fall von Entgeltänderungen zurückzugreifen.

      Soweit Zähler und Messeinrichtungen nur für die Erfassung EEG-umlagepflichtiger Strommengen notwendig sind werden Sie ab 1. Juli 2022 überflüssig. Es sollte jedoch vor einem Ausbau von Zähler und Messeinrichtungen genau geprüft werden, ob diese nicht aus anderen z.B. EEG- oder steuerrechtlichen Gründen erforderlich bleiben.

      Die EEG-Umlagepflichtigen Strommengen müssen ab dem 1. Juli 2022 nicht mehr erfasst oder gemeldet werden. Auch die Pflicht zur Mitteilung für die sogenannten Basisangaben nach den §§ 74 Abs. 1 und § 74a Abs. 1 EEG 2021 entfällt. Allerdings bezieht sich der Wegfall der Meldeverpflichtungen ausdrücklich nur auf den Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2022. Etwaige Meldeverstöße die zeitlich vor diesem Zeitraum begangen wurden lösen nach wie vor die entsprechenden gesetzlichen Sanktionen aus.

      Gerne unterstützen wir Sie bei Detailfragen oder der Umsetzung der EEG-Umlageentlastung zum 1. Juli 2022.

      Bitte sprechen Sie uns an!

      Bleiben Sie gesund.

       

      MTG Newsletter 7/2022

      Liebe Mandanten und Freunde der MTG Wirtschaftskanzlei,

      mit der heutigen Ausgabe dürfen wir Ihnen unseren aktuellen steuerlichen Newsletter für den Monat Juni 2022 zustellen.

      Der Tankrabatt kommt ab dem 1. Juni für die nächsten drei Monate.
      Interessant dürfte für alle Leser sein, welche Steuern und Abgaben an der Zapfsäule anfallen.

      Neben diesem brandaktuellen Thema haben wir in der heutigen Ausgabe unseres Newsletters noch folgende Inhalte zusammengestellt:

      • Allgemeinverfügung für Einsprüche wegen zumutbarer Eigenbelastung
      • Kindergeldanspruch erlischt bei langfristiger Erkrankung
      • Umgelegte Grundsteuer gehört zur Miete und damit zum Gewerbeertrag
      • Geschäftsführerhaftung und pauschalierte Lohnsteuer
      • Zuschusspflicht des Arbeitgebers ab 2022 auch bei Altverträgen zur bAV

      Dies und weitere Informationen finden Sie in unserem aktuellen Newsletter.  

      Mandanteninformation Lohn und Gehalt L1/2022

      Liebe Mandanten und Freunde der MTG Wirtschaftskanzlei,

      zahlreiche Veränderungen und gesetzliche Neuregelungen begleiten uns auch in 2022:

      Neuigkeiten gibt es nicht nur mit Blick auf die ab dem 1. April 2022 geltenden Änderungen zur Feststellung des Erwerbsstatus (Statusfeststellungsverfahren), sondern auch hinsichtlich der Dynamisierung der Minijob- und Midijob-Grenzen im Zusammenhang mit der Erhöhung des Mindestlohns. Ferner sind Gutscheinlösungen und Geldkartensysteme unter die Lupe zu nehmen genauestens nach den neuen Kriterien der Finanzverwaltung auszurichten (Stichwort Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug).

      In der heutigen Ausgabe unseres Newsletters haben wir Ihnen diese und andere aktuelle Themen aus den Bereichen Lohn und Gehalt sowie Sozialversicherung zusammengestellt:

      • Neues Statusfeststellungsverfahren ab dem 1. April 2022

      • Gesetzesentwurf zur Anpassung der Minijob- /Midijob-Grenzen

      • Sachbezugsfreigrenze 50,00 € – Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug

      • Führen von elektronischen Entgeltunterlagen ab 1. Januar 2022

      • Werkstudentenprivileg wieder 20-Stunden-Grenze orientiert

      • Hinzuverdienstgrenze bei vorzeitigen Altersrentnern 2022

      • Erweiterter Anspruch auf Kinderkrankengeld 2022

      Hier finden Sie unseren aktuellen Newsletter.

      Sie haben Fragen oder möchten mehr erfahren? Bitte sprechen Sie uns gerne an.

      Bleiben Sie gesund.

      MTG @ IHK Regensburg

      Veranstaltungsreihe Unternehmensnachfolge

      Unternehmenswert (Bewertung) und steuerliche Begünstigungen
      bei der Unternehmensübergabe

      Der Unternehmenswert ist einer der zentralen Aspekte bei der Übergabe und Nachfolge von Unternehmen. Den absolut richtigen und objektiven Unternehmenswert gibt es nicht. Vielmehr ist der Kaufpreis das Ergebnis längerer, häufig zäher Verhandlungen zwischen Verkäufer und Käufer. Sie als Unternehmerin oder Unternehmer sehen neben den vorhandenen Sachwerten auch die viele Arbeit, die in der Vergangenheit in das Unternehmen investiert wurde. Zudem stellt der Verkauf des Unternehmens eine wesentliche Grundlage für Ihre Altersversorgung dar. Entsprechend kalkulieren Sie Ihren Verkaufspreis. Der Kaufpreis muss jedoch auch für den Übernehmer finanzierbar sein. Dr. Bernd Waffler, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, und Rainer Müller, Steuerberater und Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.) – und beide Partner der MTG Wirtschftskanzlei – gewähren Ihnen Einblicke in die Bewertung des Unternehmenswertes und die steuerlichen Begünstigungen und Voraussetzungen.

      Das möchten Sie nicht verpassen?

      Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur kostenlosen Anmeldung sowie alle Termine finden Sie hier oder über den nachfolgenden QR-Code.

      MTG Newsletter 6/2022

      Liebe Mandanten und Freunde der MTG Wirtschaftskanzlei,

      auch wenn das Bundeskabinett im März 2022 den Entwurf eines Steuerentlastungsgesetzes für 2022 groß angekündigt und beschlossen hat, für ein Gesetz hierzu war bisher die Zeit zu kurz, dieses soll aber noch im Frühsommer kommen. Vollkommen unklar und ungeklärt ist die Umsetzung der Energiepauschale, auch hier werden wir alle noch abwarten müssen.

      Interessante Ausführungen finden Sie in diesem Monat zu folgenden Themen:

      • Entwurf des Steuerentlastungsgesetzes 2022
      • Homeoffice-Pauschale auch für 2022
      • Vollverzinsung soll von 6% auf 1,8% sinken
      • Tarifermäßigung für mehrjährige Überstundenvergütungen möglich
      • Steuerfreiheit bei Verkauf eines selbstbewohnten Gartenhauses möglich

        Diese und weitere spannende Informationen finden Sie in unserer Ausgabe für Mai 2022. 

         

        Hier finden Sie den aktuellen Newsletter mit weiteren interessanten Themen.

        Mandanteninformation Energiewirtschaft E1/2022

        Liebe Mandanten und Freunde der MTG Wirtschaftskanzlei,

        die aktuellen globalen Krisen bringen das Thema Energiesicherheit und Energieversorgung auf die Tagesordnung der Weltpolitik. Massiv steigende Energiepreise drohen die Energieversorgung insbesondere auch vor dem Hintergrund der laufenden Energiewende zu einem finanziellen Stresstest für Unternehmen und Letztverbraucher zu machen.
         
        Als Reaktion auf diese Entwicklungen hat die neue rot-grüne Bundesregierung angekündigt bis Anfang 2023 die EEG-Umlage abschaffen zu wollen. Um eine schnellstmögliche spürbare Entlastung der Strom beziehenden Unternehmen sowie aller Letztverbraucher zu erreichen, soll nun die Abschaffung der EEG-Umlage sogar vorgezogen bereits ab dem 1. Juli 2022 erfolgen. Die Abschaffung der EEG-Umlage bringt vor allem für stromkostenintensive Unternehmen im Hinblick auf eine Antragstellung für die Besondere Ausgleichsregelung erhebliche Änderungen mit sich. Aber auch für Eigenversorgungs- oder Drittbelieferungsfälle ergibt sich in Folge weitgreifender Anpassungsbedarf.
         
        Die Bundesregierung plant den Ausbau und die Förderung der Erneuerbaren Energien durch eine erneute Novellierung des Erneuerbare- Energien- Gesetzes bis Anfang 2023 weiter zu stärken und zu beschleunigen, um unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden. Ein Schlüsselrolle soll dabei insbesondere grüner Wasserstoff als Speichermedium erhalten, um eine größere Flexibilität und Verfügbarkeit von erneuerbar erzeugter Energie zu erreichen. Wesentlich für den Erfolg der Energiewende hin zur Klimaneutralität bis 2045 ist nicht zuletzt auch die Akzeptanz der Erneuerbaren Energien Anlagen vor Ort. Zur Akzeptanzsteigerung soll beispielsweise die kommunale Beteiligungsmöglichkeit an Windkraft- und Photovoltaikprojekten fortgesetzt und ausgeweitet werden.  
         
        Der Ausbau der Erneuerbaren Energien erfordert ebenso wie die Förderung von elektrifizierten Antriebs- und Mobilitätslösungen im Verkehrssektor einen zukunftssicheren Ausbau der Stromnetze. Gerade im Hinblick auf den zwischenzeitlich hohen Anteil von erneuerbaren Energien ist es für die Transportnetze eine Herausforderung, den aus volatilen Erzeugungsanlagen erzeugten Strom zu verteilen und trotz Wetterabhängigkeit Schwankungen oder Engpässe in der Versorgung zu vermeiden. Zu diesem Zweck hat der Gesetzgeber bereits 2021 ein neues Regelungskonstrukt das sog. „Redispatch 2.0“ auf den Weg gebracht, das sowohl Anlagenbetreiber als auch Netzbetreiber bei Regelungs- und Steuerungsprozessen enger in die Pflicht nimmt.
         
        Mit unserem anliegenden Newsletter möchten wir Sie näher zu den aktuellen Themen Abschaffung der EEG-Umlage, Entwicklungen für stromkostenintensive Unternehmen und Antragstellung für die Besondere Ausgleichsregelung im Jahr 2022, die Möglichkeit der kommunalen Beteiligung an Photovoltaikprojekten, geplante Änderungen im EGG, Aktuelles zum Thema Wasserstoff sowie umzusetzende Maßnahmen im Rahmen des „Redispatch 2.0“ informieren.

        Benötigen Sie zu einem dieser oder auch zu einem anderen energierechtlichen/energiewirtschaftlichen Thema unsere Unterstützung für Ihr konkretes Projekt, dann sprechen Sie uns gerne an.

        Bleiben Sie gesund!

        Mandanteninformation Kommunalberatung K1/2022

        Liebe Mandanten und Freunde der MTG Wirtschaftskanzlei,

        in unserem heutigen Newsletter K1/2022 möchten wir Sie über die neuere Rechtsprechung zur Ausübung von Vorkaufsrechten für Kommunen und die Auswirkungen der Grundsteuerreform 2022/2025 auf die Kommunen als Steuerschuldner informieren.

        Weiterhin erhalten Sie Informationen zu aktuellen Entwicklungen in den folgenden Themengebieten:

        • § 2b UStG – Dauerfristverlängerung bei dezentraler Besteuerung
        • Land- und forstwirtschaftliche Umsätze der öffentlichen Hand
        • Honorarordnung für Architekten und Ingenieure
        • Schwellenwerte im Vergaberecht

        Bei Fragen stehen wir wie gewohnt gerne zur Verfügung.

        Passen Sie weiterhin gut auf sich auf.

        Hier finden Sie unseren aktuellen Newsletter. 

        Grundsteuerreform – Land- und forstwirtschaftlich genutzter Grundbesitz

        Wichtige Informationen

         Grundsteuerreform – Land- und forstwirtschaftlich genutzter Grundbesitz

        Neubewertung zum 1. Januar 2022

        Bei sämtlichen Fragen zur Grundsteuer stehen wir für Sie parat:
        grundsteuerreform@mtg-group.de oder über die Hotline 09441-2970 999

        Sehr geehrte Damen und Herren! 

        Die neuen Regelungen im Rahmen der Grundsteuerreform 2022/2025 (siehe unser Rundschreiben G1/2022) sehen eine vollständige Neubewertung auch der Grundstücke vor, die zu land- und forstwirtschaftlichen Zwecken genutzt werden. Die bisher für die Grundsteuer maßgeblichen Einheitswerte werden durch neue Grundsteuerwerte ersetzt. Erstmalig werden diese neuen Werte nun auf den Stichtag 1. Januar 2022 ermittelt.

         

        Wer ist wie von der Neubewertung betroffen?

        Jeder Eigentümer (natürliche Personen, Personen- oder Kapitalgesellschaften, Ehegatten-, Erben- oder Bruchteilsgemeinschaften)   von Grundstücken – unabhängig von der Größe der Flächen oder des vorhandenen Besatzkapitals und unabhängig davon, ob bzw. in welchem Umfang er den land- und forstwirtschaftlichen Betrieb selbst bewirtschaftet oder ihn ganz oder teilweise jemand anderem zur Bewirtschaftung überlassen hat (z.B. aufgrund einer Verpachtung oder Überlassung, eines Nießbrauchsrechts oder eines Bewirtschaftungsvertrages) – ist betroffen. 

        Die öffentliche Hand (Gemeinden, Städte, Landkreise, Zweckverbände) und auch andere juristische Personen des öffentlichen Rechts (z.B. kirchliche Einrichtungen) sind oftmals Eigentümer von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken (insbesondere von Stückländereien) und damit gleichfalls von dieser Neubewertung betroffen. Entsprechendes gilt für gewerblich tätige Unternehmen (z.B. Betriebe der Bodenschatzgewinnung), die über Eigentum an bewertungsrechtlich als land- und forstwirtschaftlich zu beurteilendem Grundbesitz verfügen.   

        Eine Neubewertung ist auch dann durchzuführen, wenn Befreiungs- oder Vergünstigungstatbestände zur Grundsteuer greifen. Liegen solche Umstände vor, ist hierfür eine entsprechende Anlage bei der Abgabe der Erklärungen (s.u.) mit einzureichen. Auch sofern später ein Erlass der Grundsteuer in Betracht kommt, ist zunächst eine Neubewertung durchzuführen.  

        Die durch das Finanzamt neu ermittelten Werte bilden neben dem Messbetrag und dem Hebesatz die Basis für die Grundsteuererhebung durch die Gemeinden ab dem Jahr 2025.

        Abgabe von Erklärungen zur Feststellung des Grundsteuerwertes auf den 1. Januar 2022 erforderlich!

        Jeder Eigentümer hat für Zwecke der Feststellung des neuen Grundsteuerwertes im Zeitraum Juli bis Oktober 2022 auf elektronischem Wege eine entsprechende Erklärung beim zuständigen Finanzamt einzureichen. Für land- und forstwirtschaftliches Vermögen sind dabei ergänzende Anlagen (Formulare) für die notwendigen Angaben zu den einzelnen Grundstücken und deren jeweilige Nutzung sowie zum Umfang der Tierhaltung abzugeben. Ebenfalls in einer Anlage sind mögliche Befreiungstatbestände von der Grundsteuer zu erklären.

        Nach welcher Methode bzw. wie erfolgt die neue Wertermittlung…

        Für land- und forstwirtschaftliches Vermögen gilt in allen Bundesländern einheitlich das sog. Bundesmodell (§§ 232-242 BewG). Bewertungsgegenstand ist dabei jeder einzelne „Betrieb der Land- und Forstwirtschaft“. Die Bewertung der Betriebe erfolgt nach typisierten Ertragswerten.

        Dabei wird zunächst für jede Nutzungsart, dies sind

        • die landwirtschaftliche Nutzung,
        • die forstwirtschaftliche Nutzung,
        • die weinbauliche Nutzung,
        • die gärtnerische Nutzung (Gemüsebau, Blumen- und Zierpflanzenbau, usw.)
        • die übrigen Nutzungen (Hopfen, Spargel und andere Sonderkulturen) einschließlich der sonstigen Nutzungen (Fischerei, Imkerei, Weihnachtsbaumkulturen, usw.) und
        • das Abbauland, Geringstland und Unland sowie 
        • die Hofstelle

        anhand festgelegter Bewertungsfaktoren ein nachhaltiger Reinertrag ermittelt, welcher bei individuellen Besonderheiten (z. B. hoher Tierbestand, gärtnerische Nutzung mit Gewächshäusern, Hofstelle bei Weinbaubetrieben, Flächen der Stromerzeugung mittels Windenergie) mit Zuschlägen versehen wird. Die Summe der Erträge ist zu kapitalisieren und ergibt den Grundsteuerwert.

        …und was gehört nicht (mehr) zur Land- und Forstwirtschaft, sondern zum Grundvermögen und wird damit künftig mit einer höheren Grundsteuer (Grundsteuer B) belegt sein?

        Der Wohnteil (Betriebsleiter- und Altenteilerwohnung sowie Betriebswohnungen für Beschäftigte) zählt künftig nicht mehr zum Betrieb. Hierfür erfolgt eine eigene Feststellung nach den allgemeinen Regelungen für Grundbesitz (mit zum Teil geringfügigen länderspezifischen Besonderheiten, wie z.B. in Bayern).

        Ferner werden Grundstücke oder Flächenteile dem Grundvermögen und nicht dem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft zugerechnet, wenn

        • sie anderen Zwecken und damit nicht der Land- und Forstwirtschaft dienen
        • sie unmittelbar der gewerblichen Tierzucht dienen
        • sie Bauerwartungsland darstellen und anzunehmen ist, dass sie in einem Zeitraum von sieben Jahren insbesondere als Bau-, Gewerbe- oder Industrieland oder als Verkehrsflächen dienen werden
        • sie (ausgenommen ist die Hofstelle) in einem Bebauungsplan als Bauland festgesetzt sind, die sofortige Bebauung möglich wäre und die Bebauung innerhalb des Planungsgebietes in benachbarten Bereichen bereits begonnen hat.

        Die bewertungsrechtliche Einordnung für die Grundbesitzbewertung läuft dabei unabhängig von der einkommensteuerlichen Behandlung der Flächen als Betriebs- oder Privatvermögen und führt daher auch zwangsläufig zu diesbezüglichen Unterschieden.

        Für den Grundbesitz, der nicht (mehr) zur Land- und Forstwirtschaft zählt, werden eigene Grundbesitzwerte festgestellt. Auch hierfür sind entsprechende Erklärungen im Zeitraum Juli bis Oktober 2022 einzureichen. Verwaltungstechnisch wird es hierfür ab März 2022 zur Zuteilung neuer Aktenzeichen für diese Flächen kommen. Entsprechende Schreiben der Finanzverwaltung ergehen hierzu, verbunden mit einem auszufüllenden Rückantwortbogen.

        Für die Bewertung des Grundvermögens (Grundsteuer B) gilt in Bayern das sog. Flächenmodell. Auch andere Bundesländer sind vom Bundesmodell für die Bewertung von Grundvermögen abgewichen und haben eigene Bewertungsregelungen in Ländergesetzen beschlossen.

        Bitte sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gerne.

        Bleiben Sie gesund!

        Ihr Serviceteam Grundsteuer der MTG Wirtschaftskanzlei